StandorteSeit 2002 steht China an der Spitze des Foreign Direct Investment Confidence Index. Das Land hat sich einen festen Platz im Weltgefüge der Wirtschaftsmächte gesichert und in der jüngsten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise eine wichtige stabilisierende Wirkung auf die Weltwirtschaft ausgeübt. Doch so wie die chinesische Wirtschaft nach vorn prescht, ändern sich auch die Rahmenbedingungen im Land.
Kopfschütteln allenthalben. Die Nachrichten, die dieser Tage aus Deutschland nach China gelangen, sorgen bei vielen chinesischen Gesprächspartnern zumindest für Verwunderung und die Frage »Was ist eigentlich mit Deutschland los?« macht wieder einmal die Runde. Kein Wunder. Deutschland ist zurzeit sehr stark mit sich selbst beschäftigt. Da ist der Bundespräsident aus heiterem Himmel zurückgetreten. Da wird der Ton innerhalb der Regierung immer schärfer und die Parteien, die eigentlich gemeinsam regieren sollten, werden nicht müde, sich – mit zum Teil unter die Gürtellinie gehenden Repliken – gegenseitig zu demontieren. Euro-Krise und klaffende Haushaltslöcher zwingen zum Sparen. Und die Beobachter in China sind gespannt, wie es gelingen wird, die Probleme zu lösen.
Personal & Management
Kompliziert, aber machbar - Probleme der Entsendung
China hat sich zu einem der wichtigsten Entsendungsländer für deutsche Unternehmen gemausert. Doch noch immer unterlaufen den Personalabteilungen gravierende Fehler, wenn es um die soziale Absicherung ihrer Mitarbeiter geht.
Manager im Gespräch
Arved von zur Mühlen: Nicht vom »Ist-Zustand« ausgehen
Das Faszinierende an China ist die Dynamik, die in dem Land auf Schritt und Tritt zu spüren ist. Das sagt einer, der schon von Berufs wegen viel mit hohen Geschwindigkeiten zu tun hat – der Managing Director Greater China der Deutschen Lufthansa, Arved von zur Mühlen. Er spricht von einer »Gänsehaut«, die das chinesische Tempo manchmal entstehen lasse und meint, dass das Land viel zu oft »im Ist-Zustand« beurteilt werde. Interessanter sei doch zu sehen, woher es gekommen ist und wohin es sich bewegt. »Über das in Deutschland oft verbreitete China-Bild kann ich mich nur wundern.«
Standpunkt »Create« statt »Made« - Südchina krempelt Standortpolitik um
Vor rund drei Jahren wurde im südchinesischen Guangdong damit begonnen, die Standortpolitik neu auszurichten. Ursprünglich getrieben von der Motivation, die Wettbewerbsfähigkeit des Perlflussdeltas gegenüber den Boomregionen im Osten und Norden Chinas zu stärken, gaben die Auswirkungen der weltweiten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise und das Wegbrechen traditioneller Exportmärkte dem Vorhaben zusätzlichen Druck.
Welche wesentlichen Schwerpunkte werden heute in der chinesischen Wirtschaftspolitik gesetzt?
Schwerpunkt der chinesischen Wirtschaftspolitik ist, das Wirtschaftswachstum nachhaltig zu gestalten und die infolge der globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise dringender gewordene Restrukturierung der Volkswirtschaft voranzutreiben.
Interview mit Feng Xingliang
Wir wollen mehr chinesische Investitionen
von Petra Reichardt
Investitionen aus China haben für Nordrhein-Westfalen eine besondere Bedeutung. Das zeigt sich auch darin, dass NRW.Invest im Frühjahr dieses Jahres in Peking das dritte China-Büro eröffnet hat. Über Trends des chinesischen Engagements in NRW sprach ChinaContact mit dem Pekinger Chefrepräsentaten des Investitionsförderers, Feng Xingliang.
Zukunft in der Forschungskooperation
Interview
mit Manuel Rimkus
Die wirtschaftliche Kooperation zwischen Bayern und China wird sich in den kommenden Jahren noch stärker auf Forschung und Entwicklung konzentrieren müssen. Davon ist Manuel Rimkus, der seit März die Landesvertretung Bayerns in Qingdao leitet, überzeugt.
Vorbildlich in NRW
Huawei, Sany, ZTE setzen Zeichen
Unter den rund 700 chinesischen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen zeigen die Telekommunikationsausrüster Huawei und ZTE sowie der NRW-Newcomer Sany beispielhaft, dass Wachstum trotz Krise möglich ist – durch Innovationen und Investitionen.
Auf der EXPO wie in Düsseldorf fühlen
NRW-Landeshauptstadt – Beispiel für eine lebenswerte Stadt
Die Düsseldorfer zeigen auf der Weltausstellung ihr Modell für eine lebenswerte Stadt. Dabei können die Besucher die Metropole am Rhein nicht nur virtuell, sondern auch real erleben.
Mit Hightech in Nischen gehen
Infrastrukturausbau bietet Mittelstand Marktchancen
China ist ein Markt, dem sich kein Unternehmen entziehen darf. Der Mittelstand braucht aber eine Infrastruktur, die es ihm ermöglicht, erfolgreich in China agieren zu können.
Ab August setzt die Lufthansa den A380 auf ihren Peking-Flügen ein und ist damit die erste europäische Fluggesellschaft, die mit dem weltweit modernsten Flugzeug Peking anfliegt. Über Trends im Luftverkehr zwischen Deutschland und China sprach ChinaContact mit Juliane Thulmann, Direktorin Vertriebsniederlassung Düsseldorf der Deutschen Lufthansa AG.